So verwenden Sie den Körpermaße-Visualisierer
- Wählen Sie im Werkzeug oben die Einheiten und ein weibliches oder männliches Modell. Geben Sie anschließend Größe und Gewicht ein.
- Tragen Sie Brust-, Taillen- und Hüftumfang ein. Ergänzen Sie Innenbeinlänge und Schulterbreite für weitere Details. Das optionale Körperfettfeld ist für einen bereits vorliegenden Schätzwert gedacht.
- Drehen Sie das Modell und betrachten Sie es von vorn und von der Seite. Ändern Sie jeweils nur ein Maß und lassen Sie die übrigen Eingaben unverändert.
Was die Maße am Modell verändern
Die Größe bestimmt den Maßstab, das Gewicht beeinflusst die gesamte Breite und Tiefe. Brust, Taille und Hüfte verändern die jeweiligen Bereiche. Innenbeinlänge und Schulterbreite beeinflussen Beinproportionen und Oberkörperkontur. Das Werkzeug passt ein Grundmodell innerhalb begrenzter Bereiche an; es rekonstruiert Ihren Körper nicht exakt.
Lassen Sie beispielsweise Größe, Gewicht, Brust und Hüfte unverändert und ändern Sie nur den Taillenumfang. Vergleichen Sie die Körpermitte von vorn und von der Seite. Stellen Sie den ursprünglichen Wert wieder her, bevor Sie ein anderes Maß ausprobieren. Dieser Vergleich zeigt eingegebene Varianten, keine Vorhersage einer Gewichtsabnahme.
So ordnen Sie das Ergebnis ein
Die Vorschau hilft beim Vergleich von Proportionen. Gleiche Maße können zu Menschen mit unterschiedlicher Haltung, Knochenstruktur und Muskelverteilung gehören. Zusätzliche Eingaben ersetzen weder einen Körperscan noch eine Passformprüfung oder eine Messung der Körperzusammensetzung.
Der Female Body Visualizer startet mit dem weiblichen Modell und passenden Hinweisen. Hier stehen die vollständigen Maßfelder im Vordergrund. Der Body Shape Visualizer konzentriert sich auf Brust-, Taillen- und Hüftproportionen. Die folgende Anleitung erläutert, wie Sie die Maße einheitlich erfassen.
Unter gleichen Bedingungen messen
Für aussagekräftige Vergleiche zwischen Sitzungen verwenden Sie dasselbe Maßband und Einheitensystem sowie ähnliche Bedingungen bei Tageszeit, Kleidung und Haltung. Notieren Sie das Datum und wiederholen Sie einen unplausiblen Wert; das ist hilfreicher als der Versuch, eine einzige „perfekte“ Zahl zu erfassen.
Jeweils nur ein Maß ändern
Lassen Sie beim Erkunden der Vorschau die anderen Felder unverändert und passen Sie nur ein Maß an. So wird deutlich, ob eine sichtbare Änderung von Taille, Hüfte, Größe oder Gewicht kommt, ohne das Ergebnis als Vorhersage für Ihren Körper zu verstehen.
Was Sie benötigen
Für verlässliche Eingaben brauchen Sie nur drei Dinge:
- ein weiches, nicht dehnbares Schneidermaßband aus Stoff – kein Metallmaßband,
- eine Personenwaage,
- eine Wand, an der Sie Ihre Körpergröße messen können.
Mehr Ausrüstung ist nicht nötig. Ein Body Visualizer benötigt weder Kamera und Scanner noch eine App.
Messung 1: Körpergröße
Die Körpergröße beeinflusst besonders viele Kennzahlen. Ein Fehler verschiebt unter anderem BMI, Taille-Größen-Verhältnis (WHtR) und die Schätzung des Körperfettanteils.
So messen Sie:
- Stellen Sie sich barfuß mit den Fersen an eine Wand.
- Blicken Sie geradeaus; das Kinn verläuft parallel zum Boden.
- Legen Sie einen flachen Gegenstand wie ein Buch oder Lineal waagerecht auf den Kopf, sodass er die Wand berührt.
- Markieren Sie die Stelle an der Wand und messen Sie vom Boden bis zur Markierung.
Hinweise:
- Messen Sie morgens. Die Körpergröße kann morgens bis zu 1 cm mehr betragen als abends.
- Wiederholen Sie die Messung und verwenden Sie den Mittelwert.
- Wenn Sie Fuß und Zoll eingeben, prüfen Sie vorher, ob das Tool auf imperiale Einheiten eingestellt ist. Das Vermischen beider Einheitensysteme während der Eingabe ist Fehlerquelle Nummer 1.
Messung 2: Gewicht
Das Gewicht ist die zweite grundlegende Eingabe.
So messen Sie:
- Verwenden Sie stets dieselbe Waage auf einem harten, ebenen Untergrund.
- Wiegen Sie sich morgens nach dem Toilettengang und vor dem Essen oder Trinken.
- Tragen Sie möglichst wenig oder bei jeder Messung vergleichbare Kleidung.
- Führen Sie drei Messungen durch und verwenden Sie bei Abweichungen den Median.
Hinweise für den Body Visualizer:
- Tägliche Gewichtseingaben können täuschen; ein wöchentlicher Vergleich ist meist sinnvoller.
- Allein der Flüssigkeitshaushalt kann das Gewicht um 1 kg oder mehr verschieben. Eine einzelne Abweichung ist daher noch kein verlässlicher Trend.
- Wirken Waage und Vorschau völlig unvereinbar, prüfen Sie die Einheiten. Kilogramm und Pfund unterscheiden sich um den Faktor 2,2, also um mehr als den Faktor 2.
Messung 3: Brust- oder Brustumfang
Der Brust- beziehungsweise Brustumfang bestimmt die Form des Oberkörpers in der Vorschau.
So messen Sie:
- Stehen Sie entspannt und halten Sie die Arme leicht vom Körper weg.
- Führen Sie das Maßband auf Höhe der Brustwarzen um die stärkste Stelle der Brust.
- Halten Sie das Band parallel zum Boden; es darf am Rücken nicht nach oben verlaufen.
- Atmen Sie normal und vermeiden Sie ein besonders tiefes Einatmen für einen vermeintlich besseren Wert.
Hinweise:
- Tragen Sie je nach Ihrer üblichen Vergleichssituation einen ungepolsterten BH oder keinen BH.
- Messen Sie zweimal und verwenden Sie den Mittelwert.
- Schwankt der Wert zwischen den Sitzungen stark, kann eine zweite Person die Messung übernehmen. Den eigenen Brustumfang korrekt zu messen, ist vergleichsweise schwierig.
Messung 4: Taille
Der Taillenumfang gehört zu den wichtigsten Angaben, weil daraus sowohl das Taille-Größen-Verhältnis (WHtR) als auch das Taille-Hüft-Verhältnis berechnet werden.
So messen Sie:
- Für die Formvorschau messen Sie an der schmalsten Stelle des Rumpfs. Bei den meisten Menschen liegt sie oberhalb des Bauchnabels und unterhalb des unteren Rippenbogens. Wenn Sie den Wert mit gesundheitlichen Referenzen von WHO oder NIH vergleichen möchten, verwenden Sie stattdessen deren standardisierten Messpunkt in der Mitte zwischen dem unteren Rippenrand und dem oberen Rand des Beckenkamms. Beide Methoden können unterschiedliche Werte ergeben. Notieren Sie deshalb die verwendete Methode und bleiben Sie bei späteren Vergleichen dabei; ein solches Verhältnis ist nur ein Orientierungswert und keine Diagnose.
- Führen Sie das Band waagerecht um den Körper. Es soll eng anliegen, die Haut aber nicht eindrücken.
- Stehen Sie entspannt, atmen Sie ruhig aus und lesen Sie den Wert nach dem Ausatmen ab.
Hinweise:
- Ziehen Sie den Bauch nicht ein. Es geht um einen wiederholbaren Messwert und nicht um ein Foto.
- Messen Sie auf der Haut oder über einer dünnen Kleidungsschicht; dicke Kleidung vergrößert den Wert.
- Messen Sie zweimal und verwenden Sie den Mittelwert.
Messung 5: Hüfte
Der Hüftumfang prägt die Silhouette des Unterkörpers und fließt in das angezeigte Taille-Hüft-Verhältnis ein.
So messen Sie:
- Stellen Sie die Füße zusammen.
- Suchen Sie die breiteste Stelle von Hüfte und Gesäß.
- Führen Sie das Maßband waagerecht um diese Stelle.
- Kontrollieren Sie, dass das Band rundum auf gleicher Höhe bleibt.
Hinweise:
- Die breiteste Stelle liegt möglicherweise nicht dort, wo Ihr Gürtel sitzt. Orientieren Sie sich am Maßband und nicht am Hosenbund.
- Wirkt das berechnete Taille-Hüft-Verhältnis unplausibel, lag das Band vermutlich zu hoch oder zu tief. Wiederholen Sie die Messung.
Messung 6: Schrittlänge (optional, aber hilfreich)
Die Schrittlänge hilft dem Body Visualizer, das Verhältnis von Bein- zu Rumpflänge darzustellen. Ohne diesen Wert verwendet das Tool eine durchschnittliche Beinlänge. Bei einem langen Rumpf oder langen Beinen kann die Vorschau deshalb weniger passend wirken.
So messen Sie:
- Stehen Sie barfuß und aufrecht, die Füße etwa schulterbreit auseinander.
- Messen Sie vom Schritt entlang der Innenseite des Beins senkrecht bis zum Boden.
- Halten Sie das Maßband an der Innenseite eines Beins.
Hinweise:
- Bei einer gut sitzenden Hose können Sie die Schrittlänge auch dort ablesen. Das ist besonders praktisch, wenn Sie allein messen.
- Eine Abweichung von einem halben Zentimeter ist unproblematisch; so fein reagiert die Vorschau nicht.
Wie oft Sie neu messen sollten
Die einzelnen Werte verändern sich unterschiedlich schnell. Daher sind verschiedene Abstände sinnvoll:
- Gewicht: wöchentlich.
- Taille: alle 2 Wochen.
- Hüfte: monatlich.
- Brust und Schrittlänge: monatlich oder seltener; ohne größere körperliche Veränderung bleiben diese Werte meist stabil.
Messen Sie bei jeder Sitzung möglichst zur gleichen Tageszeit. So bleiben die Werte zwischen den Sitzungen vergleichbar.
Häufige Messfehler vermeiden
Meist sind es dieselben Fehler, die eine Vorschau unbrauchbar machen:
- Gemischte Einheiten. Vermischen Sie innerhalb einer Sitzung nicht Zentimeter und Zoll. Bleiben Sie bei einem Einheitensystem.
- Zu straffes Maßband. Das Band soll flach anliegen, ohne die Haut zusammenzudrücken. Andernfalls fällt der Umfang künstlich zu klein aus.
- Messung über dicker Kleidung. Dadurch werden alle Umfänge zu groß.
- Eingezogener Bauch. Das verfälscht insbesondere das Taille-Hüft-Verhältnis.
- Messung unmittelbar nach einer Mahlzeit. Vor allem die Taille kann dann abweichen. Warten Sie mindestens eine Stunde.
- Falsche Messpunkte. Taille und Hüfte werden leicht an der falschen Stelle gemessen; das Tool kann diesen Fehler nicht erkennen.
Kurze Checkliste vor jeder Sitzung
- Weiches Maßband liegt bereit
- Dieselbe Waage steht im selben Raum
- Möglichst dieselbe Tageszeit
- Wenig oder vergleichbare Kleidung
- Entspannte Haltung
- Durchgehend dasselbe Einheitensystem
Wenn Sie diese Bedingungen zwei Monate lang beibehalten, erhalten Sie eine wesentlich verlässlichere Übersicht über die Entwicklung Ihrer Körperform.
Öffnen Sie den Körperform-Rechner und verwenden Sie Ihre frisch ermittelten Werte.